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Handelsrechtliche  Wertansätze für Vermögensgegenstände

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Bewertungsmaßstäbe

Vermögensgegenstände

Höchstmöglicher Wertansatz:
Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen [§ 253 (1) HGB]

Ausnahmen: Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entsprechend ...
§ 253 (1) Satz 4 HGB: Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen,
§ 340 e (3) Satz 1 HGB: Finanzinstrumente des Handelsbestands der Kreditinstitute.

 

Anlagegegenstände

Umlaufgegenstände

abnutzbar

nicht abnutzbar

 

 

 

planmäßige Abschreibung 

 

 

 

  

 

außerplanmäßige Abschreibung

§ 253 (3) HGB:

  • Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung muss auf den niedrigeren Wert abgeschrieben werden (Gebot)
  • im Falle einer nur vorübergehenden Wertminderung besteht grundsätzlich ein Abschreibungsverbot.
    Ausnahme: Abschreibungswahlrecht bei Finanzanlagen.

 

§ 253 (4) HGB:

Pflicht zur Abschreibung auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. beizulegenden Wert

  • Wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, muss eine Wertaufholung erfolgen [§ 253 (5) S. 1 HGB].
  • Ausnahme: Beibehaltungspflicht bei einem entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert
    [§ 253 (5) S. 2 HGB]

  

GWG-Regelungen

Bis 31.12.2007

Bei beweglichen Wirtschaftsgütern mit Anschaffungs-/ Herstellungskosten von nicht mehr als 410 € bestand ein Wahlrecht:

Aktivierung und Abschreibung über die betriebsgwöhnliche Nutzungsdauer

oder

vollständig als Aufwand im Anschaffungs-/Herstellungsjahr erfassen.

 

Ab 2008

Wirtschaftsgüter mit AHK über 150 €, aber nicht mehr als 1.000 € mussten in einem jahres- bezogenen Sammelpool gesammelt und dieser Pool über 5 Jahre aufgelöst werden.

 

Ab 2010 gelten für Gewinn- einkunftarten die folgenden Wahlrechte:

Wirtschaftsgüter mit Wert von bis 410 € netto werden sofort als Betriebsausgaben geltend gemacht und Wirtschaftsgüter über 410 € netto werden aktiviert und über die betriebsgwöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben

oder

Wirtschaftsgüter mit AHK über 150 € bis 1.000 € werden in den Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Dann besteht für Wirtschaftsgüter mit AHK bis 150 € ein Wahlrecht, diese als Sofortaufwand zu berücksichtigen oder sie über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzuschreiben.

 

 

Bewertungsvereinfachungsverfahren bei Vorratsvermögen:

Festbewertung v. Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffen [§240 (3) HGB]

Gruppenbewertung (einfach gewogener oder gleitend gewogener Durchschnitt
[§ 240 (4)  i.V.m. § 256 S. 2 HGB]

Sammelbewertung (Verbrauchfolgeverfahren Fifo oder Lifo)
[§ 256 S.1 HGB]

 

 

 

 

 

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